Ein Ingenieursleitfaden zu Mehrblattsägen für Steinblöcke. Verstehen Sie Aufbau, präzise Hubsysteme, Spindeldrehzahlbereiche (U/min) und Fehlervermeidung bei Granit und Marmor.

Was dieses System ist – Eine Brückensäge für Steinblöcke, konfiguriert als Mehrblatt-Blockschneidemaschine für einen hohen Durchsatz bei der Umwandlung von Blöcken in Platten.

Der Führungssäulenhub von DINOSAW ist Standard (kundenspezifischer Schiebehub verfügbar), kombiniert mit einem starren Gussquerträger-Rahmen für strukturelle Stabilität und Schnittgenauigkeit, einschließlich harter Steinarbeiten (laut Herstellerangabe).

Fordern Sie ein auf Ihren Sägeblattdurchmesser, die gewünschte Plattendicke und die Schnittfugenbreite abgestimmtes Parameterblatt an.

Architekturüberblick

  • Gussquerträger-Rahmen: Hohe Steifigkeit, Schwingungsdämpfung; gewährleistet Schnittstabilität und Toleranz bei Granit/Marmor (laut Hersteller). Für Materialverhalten und Verarbeitungskontext siehe Lösungen zur Steinerkennung & Verarbeitung.
  • Hubsystem: Führungssäulenhub (Standard) mit präziser Vertikalbewegung; optional Schiebehub nach Kundenwunsch.
  • Spindelantrieb: Motor → Keilriemenscheiben → Getriebe → Hauptspindel; Drehzahlsteuerung über Riemenscheibendurchmesser und Getriebeübersetzung.
  • Schmierung: Halbflüssiges Fett (000/00) an Führungssäulen; automatische Schmierung für Schiebetyp verfügbar; Ölstandsanzeigen zur Kontrolle.
  • Steuerung & Sicherheit: Touchpanel-HMI, Strom-/Spannungserfassung; automatische Vorschubreduzierung bei Sägeblattstau (laut Hersteller); Gehäusebeleuchtung.
  • Oberflächenschutz: Strahlbehandelte und rostschützende Beschichtungen an exponierten Teilen.

Parameterprinzipien und Beispielbereiche

1) Spindeldrehzahl (U/min) vs. Sägeblattdurchmesser

Die Spindeldrehzahl sollte zum Sägeblattdurchmesser und zur Plattendicke passen. Herstellerangaben zu Beispielbereichen:

  • Φ1650: 3,5–4,5 mm (≈0,14–0,18 in) Plattendicke → 455 oder 408 U/min; 5,5 mm (≈0,22 in) → 455 U/min.
  • Φ1800 / Φ2000: 4,0–4,5 mm (≈0,16–0,18 in) → 455 U/min; ≥5,5 mm (≈0,22 in) → 408 U/min.
  • Φ2200: 408 U/min (alle Dicken).
  • Φ2500: 327 U/min (alle Dicken).
  • Φ2800: 287 U/min (alle Dicken).

Hinweis: Die tatsächliche Drehzahl hängt von der Steinsorte (Granit vs. Marmor), dem Vorschub, der Sägeblattspezifikation und der Getriebeübersetzung ab; vor Ort prüfen.

2) Drehzahlberechnung (zur Referenz)

Spindeldrehzahl ≈ Motordrehzahl × (Motor-Keilriemenscheibendurchmesser ÷ Spindel-Keilriemenscheibendurchmesser) ÷ Getriebeübersetzung.

  • Typischer Motor: 6-polig ≈ 980 U/min.
  • Typische Getriebeübersetzung: ≈ 1,5.

Beispiel: 980 × (250 ÷ 500) ÷ 1,5 ≈ 326 U/min (zur Veranschaulichung).

3) Mehrblattabstand und Schnittfuge

  • Blattabstand aus gewünschter Plattendicke + Schnittfugenbreite einstellen; Abstand für Produktfamilien (Marmor) konstant halten.
  • Führungssäulenpräzision hilft, die vertikale Ausrichtung zu halten und Sägeblattabweichungen sowie ungleichmäßige Schnittfugen zu reduzieren.
  • Hängelängenoptionen (laut Hersteller): 400 mm (Schiebetyp Standard), 400 mm (Führungssäule Standard), 500 mm (optional für beide Typen).

Beim Schneiden komplexer Formen oder zur Planung alternativer Methoden lesen Sie unseren Diamantseilsäge-Leitfaden als ergänzenden Ansatz.

Fehler & Gegenmaßnahmen

  • Sägeblattflattern/Vibrationen: Ursachen – verschlissene Lager, falsch ausgerichtete Riemenscheiben, falsche Drehzahl/Vorschub. Gegenmaßnahmen – Lager prüfen, Riemenscheiben auswuchten, Drehzahl an Durchmesser anpassen; Vorschub reduzieren.
  • Abweichung/ungleichmäßige Schnittfuge: Ursachen – Spiel im Hub, Sägeblattverschleiß, inkonstanter Abstand. Gegenmaßnahmen – Führungssäulenspiel prüfen, Sägeblätter erneuern, Abstand neu einstellen; Qualitätskontrolle durchführen.
  • Überhitzung/Brandspuren: Ursachen – zu hohe Drehzahl/Vorschub, schlechte Schmierung/Kühlung. Gegenmaßnahmen – Drehzahl oder Vorschub senken; Schmierung und Kühlmittelzufuhr prüfen.
  • Vorschubstopp/Blockade: Ursachen – Einschlüsse/harte Adern, zu aggressiver Vorschub. Gegenmaßnahmen – strombasierte automatische Verlangsamung aktivieren; Vorschub schrittweise erhöhen; Blockoberfläche vorschauen.
  • Elektrische Anomalien: Ursachen – instabile Stromversorgung oder Verkabelung. Gegenmaßnahmen – Versorgung prüfen; Schaltschrank inspizieren; Überspannungsschutz verwenden; Erdung sicherstellen.

Kompatibilität

  • PLC-/Antriebsintegration: Standard-Digital-/Analog-I/O; Unterstützung industrieller Protokolle (z. B. OPC UA/Profinet, falls zutreffend).
  • Spann- und Schutzeinrichtungen: Konfigurierbare Klemmen/Schutzvorrichtungen; Freiraum für Durchmesser Φ1650–Φ2800 sicherstellen. Zum Vergleich von Gerätefamilien und Herstellerstärken siehe Top-Marken für Steinschneidemaschinen.
  • Bedienerhilfen: Gehäusebeleuchtung; Touchpanel zeigt Strom/Spannung an; optionale drahtlose Steuerung (laut Hersteller).

Starteinstellungen

Diese dienen nur zur Orientierung; endgültige Einstellungen durch Tests und Qualitätskontrolle festlegen.

  • Granit, Φ1800–Φ2000: Start bei 455 U/min für 4,0–4,5 mm Platten; bei ≥5,5 mm Start bei 408 U/min; Vorschub so einstellen, dass Stromspitzen vermieden werden; Abstand nach gewünschter Dicke.
  • Marmor, Φ1650: Start 408–455 U/min je nach gewünschtem Finish; konstanten Abstand für Produktfamilien beibehalten.
  • Gemischter Bestand (Exportlager): Planung nach Durchmessergruppen (Φ1650/Φ1800/Φ2000/Φ2200/Φ2500/Φ2800); Drehzahl innerhalb der Beispielbereiche halten; Schnittfugenbreite standardisieren, um die Weiterverarbeitung zu erleichtern.

Alle oben genannten Parameterbeispiele sind Herstellerangaben oder stammen aus typischen Setups; vor Ort bestätigen.

Häufig gestellte Fragen

Wie wähle ich die Spindeldrehzahl für einen bestimmten Sägeblattdurchmesser?

  • Durchmessergruppen verwenden: z. B. Φ1800–Φ2000 → 455 U/min (4,0–4,5 mm), ≥5,5 mm → 408 U/min; Φ2500 → 327 U/min; Φ2800 → 287 U/min (laut Hersteller).
  • Vor Ort gegen Steinhärte, Vorschub und Getriebeübersetzung prüfen.

Was ist die Formel zur Schätzung der Blocksägen-Drehzahl?

Spindeldrehzahl ≈ Motordrehzahl × (Motor-Keilriemenscheibe ÷ Spindel-Keilriemenscheibe) ÷ Getriebeübersetzung. Beispiel mit 6-polig ~980 U/min und Übersetzung ~1,5 → ~326 U/min.

Führungssäule vs. Schiebehub – was ist präziser?

  • Führungssäule: Engere vertikale Führung, geringere Abweichung; regelmäßige Schmierung (000/00) und Spielkontrolle.
  • Schiebehub: Für bestimmte Nachrüstungen geeignet; mehr Wartung und Spurkontrolle erforderlich.

Wie stelle ich den Mehrblattabstand ein?

  1. Ziel-Plattendicke definieren.
  2. Schnittfugenbreite berücksichtigen.
  3. Abstand für Produktfamilien konstant halten; Qualitätskontrolle beim Verpacken durchführen.

Was sind typische Fehleranzeichen und Gegenmaßnahmen?

  • Sägeblattflattern/Vibrationen → Lager/Riemenscheiben prüfen, Drehzahl an Durchmesser anpassen, Vorschub reduzieren.
  • Abweichung/ungleichmäßige Schnittfuge → Hubspiel prüfen, Sägeblätter erneuern, Abstand neu einstellen.
  • Überhitzung → Drehzahl/Vorschub senken; Schmierung/Kühlung prüfen.
  • Vorschubstopp/Blockade → strombasierte Verlangsamung aktivieren; Vorschub schrittweise erhöhen; Blockoberfläche vorschauen.

Wie schätze ich den Vorschub, ohne Überhitzung zu riskieren?

  • Stromspitzen überwachen; Vorschub oder Drehzahl bei Bedarf reduzieren.
  • Gleichmäßige Kühlmittelzufuhr für alle Sägeblätter sicherstellen.
  • Kleine Anpassungen je nach Steinhärte und Sägeblattzustand testen.